Wegen ihrer Mineralstoffe und ihrer Verträglichkeit werden Algen gerne als Wirkstoffe in der Kosmetikindustrie eingesetzt. Ob feuchtigkeitsspendend oder remineralisierend, entspannend oder anregend, ob für Konturen, Anti-Aging oder als Nahrungsergänzung, ihre Einsatzmöglichkeiten sind fast unerschöpflich.

Das Meer ist Quelle allen Lebens oder wie es der berühmte französische Biologe und Meeresforscher René Quinton einst formulierte: «Unser Organismus ist ein maritimes Aquarium, in dem einige Milliarden Zellen baden.» Eine richtige «Ursuppe des Lebens» sind Algen, aus denen die Vegetation der Weltmeere zu 95 Prozent besteht. 

Von allen Pflanzen haben Algen die höchste Mineralstoffdichte: Ein Kilogramm frische Algen enthält Aminosäuren, Mineralsalze, Spurenelemente (z. B. Jod) und Vitamine (A, B2, B12, C, D, E, und K), Polyphenole und Flavonoide aus rund 100 000 Litern Meerwasser. Im Gegensatz zu Landpflanzen haben maritime Algen keine Wurzeln. Und im Unterschied zu ihren Verwandten zu Lande können sie auch keine Schadstoffe speichern, denn in verunreinigtem Wasser können sie gar nicht existieren. Gerade weil sie Vitalstoffe in tausendfacher Konzentration speichern können, sind sie die totalen Fitmacher für die Zellen.

Wegen ihrer Mineralstoffe und ihrer Verträglichkeit werden Algen als Wirkstoffe in der Kosmetik von verschiedenen Herstellern eingesetzt. Da maritime Algen, als einzige in der Kosmetik verwendete Wirkstoffe, keine Kontraindikationen kennen, können sie keine allergischen Reaktionen provozieren. Deshalb sind sie besonders hautverträglich und eignen sich auch zur Behandlung von Problemhaut. Die Proteine der Algen versorgen die Hautzellen mit Energie und bilden einen Schutz vor dem Austrocknen. Ihre Vitamine und Beta-Karotin aktivieren die Haut, schützen sie vor Umwelteinflüssen, bekämpfen Freie Radikale und wirken als natürlicher Anti-Aging-Komplex. Die Mineralien und Spurenelemente von Algen haben eine ähnliche Verteilung wie die menschlichen Körperflüssigkeiten. Chlorophyll kann wesentlich zur Sauerstoffversorgung der Haut beitragen, da es dem roten Blutfarbstoff ähnelt.

 

René Laemmel

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