Wenn es um das Thema Reisen geht, macht den Schweizern so schnell keiner etwas vor. Und doch gibt es nach wie vor einige Mythen, die selbst erfahrene Urlauber an ihre Grenzen bringen und sich hartnäckig halten. Damit ist nun endgültig Schluss! Um in Zukunft mit echtem Expertenwissen glänzen zu können, gehen die Reiseexperten von «seeker», dem digitalen Lotsen, den «beliebtesten» Reisemythen auf den Grund.

JETLAG ENTSTEHT DURCH SCHLAFMANGEL!
Wäre dem tatsächlich so, würde dieses Problem mit der richtigen Vorbereitung gar nicht erst auftreten. Richtig ist, dass das Durchreisen verschiedener Zeitzonen dem Körper zu schaffen macht und dies vor allem auf Flügen von Westen nach Osten. Bewegt man sich in die entgegengesetzte Richtung, wird der Tag länger, was eher unserem Biorhythmus entspricht.

IM HOTELZIMMER DARF MAN BELIEBIG VIELE MENSCHEN EMPFANGEN!
Die Party auf dem Hotelzimmer muss leider ausfallen, denn dieser Mythos ist falsch. Diese Regel ist aber nicht auf die Hoteliers, sondern die Brandschutzbestimmungen zurückzuführen. Sie erfordern, dass man bei einem Brand jederzeit angeben muss, wie viele Menschen sich in dem Hotel befinden.

WER IM SOLARIUM VORBRÄUNT, BRAUCHT KEINEN SONNENBRAND ZU BEFÜRCHTEN!
Wer davon ausgeht, erfährt leider selbst auf schmerzhafte Weise, dass das nicht stimmt. In der künstlichen Sonne ist der Körper ausschliesslich der UV-A-Strahlung ausgesetzt. Für die notwendige Verdickung der Haut sorgen allerdings nur die UV-B-Strahlen. Um sich wirkungsvoll gegen einen Sonnenbrand zu schützen, muss man eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor auftragen und sich – wenn möglich – im Schatten aufhalten.

WER GÜNSTIG REISEN WILL, BUCHT LAST MINUTE!
Bucht man drei bis vier Wochen vor dem Reiseantritt, kommt man mitunter sehr viel günstiger als bei Spontanaktionen davon. Allerdings haben auch noch andere Faktoren Einfluss auf den Preis einer Reise: Hat man zum Beispiel die Möglichkeit, am Dienstag oder Mittwoch zu fliegen, kann man im Vergleich zu Flügen an den anderen Tagen erheblich sparen. Ähnlich der Rush Hour auf den Strassen, gibt es auch im Flugverkehr Hochzeiten, die entsprechend teurer bezahlt werden müssen.

HOTELS UND AIRLINES VERZICHTEN AUF UNGLÜCKSZAHLEN!
Abergläubischen Menschen soll der Wind aus den Segeln genommen werden, indem Hotels auf Zimmer mit der Nummer 13 und auch Airlines auf Sitzreihen mit dieser Zahl verzichten. Dies gilt aber nicht nur für die Nummer 13, sondern in Brasilien und Italien auch für die Nummer 17, die ebenfalls Unglück bringen soll.

KLIMAANLAGEN IN FLUGZEUGEN VERBREITEN KEIME!
Hierbei handelt es sich um einen ganz besonders hartnäckigen Mythos, denn da ist absolut nichts dran. Tatsächlich sind Flugzeuge mit besonderen Systemen ausgestattet, die auch in OP Räumen für eine Vermischung sowie Filterung der Luft sorgen und dadurch Bakterien und Keime abtöten.

ASCHENBECHER AUF FLUGZEUGTOILETTEN SIND PFLICHT!
Obwohl inzwischen alle Airlines ein Rauchverbot in ihren Flugzeugen eingeführt haben, sind Aschenbecher in sämtlichen Toiletten Pflicht. Hält sich ein Passagier in luftiger Höhe nicht an das Verbot, muss sichergestellt sein, dass er die Zigarette ausmachen kann, ohne seine Mitreisenden zu gefährden.

HOTELPREISE STEHEN FEST!
Genau das Gegenteil ist der Fall. Die Preise für Hotelzimmer sind äusserst variabel, sodass man bei der Buchung auf der Hut sein sollte. Stellt man fest, dass das Zimmer wenige Tage später sehr viel günstiger ist als zu dem Zeitpunkt, an dem man gebucht hat, ist das aber kein Grund dafür, sich zu ärgern: Entweder storniert man das zu teure Zimmer und bucht die günstigere Option, oder man nimmt direkt Kontakt zum Hotel auf. Meist wird einem dann auch der günstigere Preis gewährt.

FLIEGEN IST GEFÄHRLICH, DAHER IST DIE FLUGANGST BERECHTIGT!
Statistisch gesehen ist man mit dem Flieger deutlich sicherer als mit dem Auto oder mit der Bahn unterwegs. Wer mit einem unguten Gefühl in den Flieger steigt, sollte sich dies vor Augen führen und sich auf die Ankunft am Urlaubsort freuen.

FLUGBEGLEITER MÜSSEN MODELMASSE HABEN!
Hierbei geht es nicht darum, bestimmte Schönheitsideale zu erfüllen, sondern es bestehen gewisse Ansprüche an die Körpergrösse, damit das Personal an die Gepäckfächer heranreicht und die Notrutschen aktivieren kann. Hinsichtlich des Körpergewichtes gibt es zwar keine Vorgaben, allerdings muss sichergestellt sein, dass die Flight Attendants sich problemlos durch die Gänge bewegen können.

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von René Laemmel

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