Gerade im Herbst leiden viele unter Haarausfall. Geschädigtes Haar, diffuser Haarausfall und vorzeitiges Ergrauen kann verschiedene Gründe haben. Prof. Dr. med. Ralph M. Trüeb ist Experte auf diesem Gebiet und weiss, was man dagegen machen kann. Hier unser Interview:

«WOW!»: Wer ist von Haarausfall betroffen?
Prof. Dr. med. Ralph M. Trüeb:

Fast jeder zweite Mann ist von Haarausfall betroffen. Doch häufiger als angenommen trifft es auch Frauen. Mögliche Ursachen für eine Alopezie sind genetische Disposition, Stress oder akute Erkrankungen. Nach der Menopause leiden zwischen 20 und 30 Prozent der weiblichen Bevölkerung an einer fortschreitenden Lichtung des Kopfhaares. Wird die Ursache des Haarausfalls jedoch rechtzeitig erkannt, kann er in sehr vielen Fällen durch geeignete Gegenmassnahmen gestoppt werden. Der dadurch entstehende Leidensdruck ist enorm hoch, denn schönes Haar steht nicht nur für Attraktivität, sondern auch für Vitalität und Wohlbefinden.

Wodurch unterscheidet sich Haarausfall bei Männern und Frauen?

Bei Männern überwiegt eindeutig der sogenannte erblich bedingte Haarausfall – er ist für 95 Prozent der Fälle verantwortlich, in denen die Betroffenen über vorzeitig ausgehende und spärlicher nachwachsende Haare klagen. Frauen leiden weitaus seltener unter dem erblich bedingten Haarausfall. Ausserdem setzt er meist erst nach den Wechseljahren ein, wenn sich das hormonelle Gleichgewicht verschiebt, und macht sich vor allem im Scheitelbereich bemerkbar. Deutlich häufiger kommt es bei ihnen dagegen zum sogenannten diffusen Haarausfall, bei dem die Haare am gesamten Kopf verstärkt ausfallen und ausdünnen – zum Beispiel infolge von Nährstoffmangel, hormonellen Schwankungen oder gesundheitlichen Problemen.

Die gängige Meinung lautet, dass es gegen Haarverlust kein Mittel gibt. Warum ist das falsch?

Leider gibt es viele Shampoos, Tabletten und Tinkturen die viel versprechen aber wenig halten. Generell ist es wichtig bei Haarausfall in einem ersten Schritt den Ursachen auf den Grund zu gehen. Zur Behandlung stehen diverse Produkte zur Auswahl, deren Wirksamkeit in klinischen Studien belegt wurde. Die Wirksamkeit der Therapie mit der Aminosäure Cystin, Vitaminen der B-Gruppe, Medizinalhefe und Keratin (enthalten im Produkt Pantogar®) wurde in einer in 2011 durchgeführten Meta-Analyse von 11 Studien mit über 2000 Patienten bestätigt: Insgesamt führte die Therapie zu einem signifikanten Anstieg der Anzahl der Haare in der Anagenphase. Patienten sollten bei der Wahl Ihres Haartherapeutikums vor allem darauf achten, dass es sich um ein geprüftes Arzneimittel handelt.

Welche Mittel helfen gegen Haarausfall?

Um möglichst gezielt gegen den Haarverlust vorgehen zu können, ist es wichtig, die Ursache zu kennen. Mögliche Einflussfaktoren wie Schilddrüsenerkrankungen, Eisenmangel oder Nebenwirkungen von Medikamenten sollten systematisch abgeklärt und ein Behandlungsplan erstellt werden. Bei diffusem Haarausfall geht es darum, die Neubildung und das gesunde Wachstum der Haare zu unterstützen – zum Beispiel, indem die Betroffenen Aufbaustoffe wie die Aminosäure Cystin, B-Vitamine und Hefe, die reich an Spurenelementen und Vitaminen ist, einnehmen und so für eine gute Nährstoffversorgung der Haarwurzeln sorgen. Da erblich bedingter und diffuser Haarausfall zeitgleich auftreten können, macht auch die Kombination der Behandlungsmethoden gegen beide Haarausfall-Arten in vielen Fällen Sinn. Haare, die heute ausfallen, haben eine Ruhephase hinter sich, d.h. sie haben schon vor einigen Monaten eine Wachstumsschädigung erlitten – bis sich sichtbare Erfolge zeigen, ist daher bei allen Mitteln erneut ein wenig Geduld gefragt.

Weitere Infos unter: www.pantogar.ch

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