Wellness liegt im Trend. Über die Hälfte der Schweizer und der Deutschen ist der Ansicht, dass Wellnessreisen absolut in Mode sind. Die Auszeiten im Hotel werden länger und sind mit hohen Erwartungen verbunden. Hinzu kommen zahlreiche kleine Wellnesspausen in Day Spas und Thermen. Mit jeder Einrichtungsart werden ganz spezifische Erwartungen und Gewohnheiten verbunden. So geht es im Wellnesshotel vor allem um ganzheitliche Wellnesserlebnisse und um gemeinsame Zeit mit dem Partner. Gleichzeitig begleiten aber auch immer häufiger Kinder die Eltern in den Wellnessurlaub. Gebucht werden die Reisen zukünftig zu einem noch grösseren Teil im Internet. Die Generation Y – das heisst die Gäste von morgen – kaufen auch Wellnesserlebnisse vorzugsweise online.

Wellness Auszeit Top Wellness Hotels Trends

WELLNESSREISEN SIND TREND – UND WERDEN IMMER LÄNGER
Die Auszeiten in den Alpenländern sind im letzten Reisejahr stark gewachsen und haben ein Umsatzplus von 12,8 Prozent erzielt. Jeder dritte Schweizer erachtet heute den Wellnessurlaub für sich selbst als attraktives Reiseziel. Noch mehr Befragte (53 Prozent) finden, dass Wellnessreisen voll im Trend liegen. «Schauen wir die Marktentwicklung an, so zeigt sich, dass Wellness aber weit mehr als eine kurzfristige Mode ist», so Michael Altewischer, Geschäftsführer der Wellness-Hotels & Resorts. «Seit inzwischen 20 Jahren ist Wellness im Markt etabliert und die Nachfrage nach Wellnessleistungen im Hotel steigt kontinuierlich. Ein Ende ist nicht in Sicht.»

Ein Viertel der Menschen, die Wellness als trendig empfinden, haben selbst noch keine Wellnessreise gemacht. Das Potenzial ist gross, diese als neue Gäste zu gewinnen. Wachstum erfährt die Branche ausserdem vor allem dadurch, dass immer mehr Menschen immer mehr und immer länger Wellness-Angebote in Anspruch nehmen. Über die Hälfte der Wellnessreisenden (52 Prozent) macht jährlich zwei oder mehr Wellnessurlaube. Die Tendenz dabei geht zu längeren Aufenthalten. «Das Wellnesswochenende mit zwei bis drei Übernachtungen wird zwar noch am häufigsten gebucht, längere Reisen nehmen jedoch stark zu», so Roland Fricke, Geschäftsführer von «beauty24» und führt aus: «Fünf- bis achttägige Wellnessauszeiten weisen im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 27 Prozent auf.» Über zwei Drittel der Befragten (67,7 Prozent) geben ausserdem an, dass sie zukünftig an Wellnessurlauben interessiert sind, die länger als nur ein Wochenende dauern.

WELLNESS MIT KIND UND KEGEL
Familien galten lange als Exoten im Wellnesshotel. Jetzt sind sie die am stärksten wachsende Gästegruppe der befragten Hoteliers und machen derzeit 17,5 Prozent der Gäste aus. An erster Stelle stehen immer noch die Paare, die seit Jahren gut die Hälfte der Gäste in den Hotels ausmachen. Der Wellnessurlaub ist also weiterhin vor allem Zeit zu zweit; es zeigt sich jedoch grosse Bewegung im Markt. Familien-Wellnesshotels erfreuen sich immer grösserer Beliebtheit. Und das, obwohl vor zwei Jahren noch 59,1 Prozent der Gäste angaben, dass sie ein Wellnesshotel ohne Kinder bevorzugen würden. Eltern möchten heute die oftmals beruflich bedingte knappe Freizeit einfach gemeinsam mit ihren Kindern verbringen. Trotzdem sollen im Urlaub alle auf ihre Kosten kommen. Wellnesshotels, in denen die Kinder stundenweise gut betreut sind und die Erwachsenen währenddessen Zeit für sich im Spa geniessen können, sind daher eine immer öfter gewählte Option.

SCHÖNHEIT ODER ENTSPANNUNG? – ALLES ZU SEINER ZEIT
Der Wellnessgast nutzt heute vielfältige Wellnesseinrichtungen und hat für jede Art der Wellnessauszeit seine ganz eigene Motivation. In der Therme möchte man sich vor allem einen Tag frei nehmen und kurzfristig entspannen (57,6 Prozent). Die Nutzung der Pool- und Saunalandschaft steht hier im Vordergrund. Im Day Spa will der grösste Anteil der Befragten (32,1 Prozent) etwas für die Schönheit tun. Die höchsten Erwartungen stellen Reisende aber an das Wellnesshotel. Gemeinsame Zeit mit dem Partner verbringen (50,4 Prozent), aber auch Anwendungen geniessen (37,6 Prozent) sowie etwas für die Schönheit und die Entspannung tun (jeweils 35,2 Prozent) sind dort wichtige Aspekte. Entsprechend am wichtigsten sind den Gästen bei einem Besuch im Wellnesshotel Rückzugsorte zum individuellen Entspannen (78,9 Prozent) sowie Massagen und physiotherapeutische Anwendungen (76,6 Prozent). Pools und Saunalandschaft (je 75 Prozent) sind ebenfalls von grosser Bedeutung. Und nicht zuletzt werden auch kosmetische Anwendungen, Fitnessangebote, Informationsveranstaltungen und Seminare sowie Private-Spa-Suiten von über der Hälfte der Befragten im Wellnesshotel gewünscht.

TOP-SERVICE IM WELLNESSHOTEL
Wer Wellnessurlaub im Hotel macht, möchte ein Rundum-Sorglos-Paket. Die Ansprüche der Gäste an Wellnesshotels sind deutlich höher als an andere Wellnessanbieter oder Hotels ohne Wellness-Angebote. Fast alle Befragten (94 Prozent) erwarten in einem Wellnesshotel einen gehobenen Service. 74,8 Prozent wünschen sich Wellness-Arrangements, in denen alle Leistungen inklusive sind. Dafür sind die Gäste auch bereit, einen höheren Preis zu zahlen. Ausserdem werden Angebote, welche die Zeit im Wellnesshotel verlängern, gerne wahrgenommen. Sei es beim Early Check-in oder beim Late Check-out: Wichtig ist, dass diese die Nutzung des Wellnessbereichs einschliessen. Zusätzlich bietet ein Grossteil der befragten Wellnesshoteliers (75,2 Prozent) eine Day-Spa-Nutzung ihres Wellnessbereichs an. «Für einen halbtägigen Aufenthalt dort sind die meisten Gäste bereit, bis zu 50 Euro zu bezahlen», weiss Daniela Briceño Schiesser vom GfK (Marktforschungsinstitut). «Die absolute Schmerzgrenze liegt bei 100 Euro.»

DIE GENERATION Y KOMMT
Immer mehr Wellnessreisen werden online gebucht. Aktuell liegt der Anteil bei 43 Prozent und in den nächsten Jahren ist mit einer deutlichen Zunahme dieses Wertes zu rechnen. «Der Wellnessgast von morgen bucht online und mobil», so Roland Fricke. «Die Generation Y klebt am Smartphone, ‹überall und jederzeit› ist da das Motto. Das gilt nicht nur für die Informationssuche, sondern es wird immer wichtiger, auch die passende Reise schnell und unkompliziert kaufen zu können.» Aktuell generieren die älteren Generationen den grössten Umsatz für den Wellnessmarkt. Menschen ab 65 Jahren sind in dieser Hinsicht die bedeutendste Reisegruppe für Wellnesshotels, gefolgt von den heute 50‑ bis 64-Jährigen. Beide Gruppen buchen Wellnessreisen zu einem Grossteil offline. Die Wellnessgeneration der Zukunft ist jedoch ganz klar die sogenannte Generation Y (Jahrgänge 1982 bis1996). Diese machen heute zwar noch einen relativ kleinen Teil der Wellnessreisenden aus (14 Prozent), zeigen aber ein Marktwachstum von 53 Prozent. Zu fast drei Viertel bucht die Generation Y ihre Wellnessreisen online. Egal wie alt die Reisenden sind, eines haben sie jedoch gemeinsam: Der Wellnessurlaub wird direkt beim Hotel oder beim Reiseportal des Vertrauens gebucht. 84 Prozent aller Buchungen werden auf diese Weise getätigt. Die Auswahl an Optionen für eine Wellnessauszeit ist dabei so breit wie nie. Allein im Segment der Wellnesshotels finden Jung bis Alt genauso wie Singles, Paare und Familien auf die individuellen Bedürfnisse ausgerichtete Angebote. «Um die Zukunft von Wellnessreisen brauchen wir uns keine Sorgen zu machen», ist Michael Altewischer überzeugt. Gesundheit, die Spass macht, gehört im Urlaub genauso wie im täglichen Leben einfach dazu. Wellness ist heute in allen Generationen fest verankert.

TOP-WELLNESS-HOTELS SCHWEIZ
(«WOW!»-Empfehlungen, nicht vollständig)
Adula, Flims
Arosa Kulm, Arosa
Bad Horn Hotel & Spa, Bad Horn
Beatus Wellness- und Spa-Hotel, Merligen
Bergspa Hotel La Val, Brigels
Bürgenstock Resort, Obbürgen
Chasa Montana, Samnaun
Deltapark Vitalresort, Thun-Gwatt
Ermitage Wellness & Spa-Hotel, Gstaad-Schönried
Ferienart Resort & Spa, Saas-Fee
Frutt Lodge & Spa-Hotel, Melchsee-Frutt
Grand Resort Bad Ragaz, Bad Ragaz
Hof Weissbad, Weissbad
La Réserve Genève Hôtel & Spa, Bellevue
Le Mirador Resort & Spa, Mont-Pèlerin
Panorama Resort & Spa, Feusisberg
Parkhotel Bellevue & Spa, Adelboden
Seehotel Wilerbad, Wilen
Seerose Resort & Spa, Meisterschwanden
The Chedi, Andermatt
The Dolder Grand, Zürich
Tschuggen Grand Hotel, Arosa
Victoria-Jungfrau Grand Hotel & Spa, Interlaken
Villa Honegg, Ennetbürgen
Waldhaus Flims, Flims
Waldhotel, Davos-Platz
Wellness & Spa Pirmin Zurbriggen, Saas-Almagell
Wellnesshotel Golf Panorama, Lipperswil
Wellnesshotel Stoos, Stoos

Deutschland
(«WOW!»-Empfehlungen, nicht vollständig)
Bareiss, Baiersbronn
Das Kranzbach, Krün
Elztalhotel, Winden
Engel, Obertal
Schloss Elmau, Elmau/Krün
Wald- und Schlosshotel Friedrichsruhe

Österreich
(«WOW!»-Empfehlungen, nicht vollständig)
Alpenresort Schwarz, Mieming
Alpenrose, Maurach
Astoria, Seefeld
Aqua Dome, Längenfeld
Bergland, Sölden
Central, Sölden
Engel, Tannheimertal
Fritsch am Berg, Lochau am Bodensee
Interalpen, Telfs-Buchen
Krallerhof, Leogang
Liebes Rot-Flüh, Grän
Löwen Hotel, Schruns
MOHR life resort, Lermoos
Nidum, Mösern (bei Seefeld)
Post, Lermoos
Posthotel, Achenkirch
Schlosshotel, Fiss
Stanglwirt, Going
Stock Resort, Finkenberg
Trofana Royal, Ischgl
Zürserhof, Zürs (nur im Winter geöffnet)

Italien/Südtirol
(«WOW!»-Empfehlungen, nicht vollständig)
Adler Spa Resort, St. Ulrich
Alpen Tesitin Panorama, Taisten
Alpenpalace, St. Johann
Andreus Golf Lodge, St. Martin/Passeier
Arosea Life Balance Hotel, Ultental
Cavallino Bianco, Ortisei (St. Ulrich/Gröden)
Dolce Vita Alpiana Resort, Völlan
Dolce Vita Resort Lindenhof, Naturns
Erika, Dorf Tirol
Garberhof, Mals
Mirabell Dolomiten, Olang
La Maiena Life Resort, Marling
Quellenhof, Luxury Resort, St. Martin
Therme Meran
Weinegg, Eppan
Vigilius Mountain Resort, Lana
Viktoria Alpine Spa Resort, Hafling

Share