Bewegung tut gut und hält gesund – das spürten schon die Steinzeitmenschen. Der heutige Bewegungsmangel ist jedoch die Hauptursache für viele Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck, Herz- und Gefässerkrankungen. Schon leichte regelmässige Bewegung kann viel verbessern.

Nordic Walking, klassischer Reha-Sport oder das Fitnessstudio um die Ecke sind Ihnen zu langweilig? Wie wäre es mit: Aquacycling, Aquarobic, Aqua-Fit, Aqua- jogging, Aquaboxing oder Aqua-Zumba? Was früher unter «Wassergymnastik» bekannt war, gewinnt heute in dieser Vielfältigkeit wieder an Interesse.

Aqua-Fitness zum Beispiel ist ein Ganzkörpertraining, das im Wasser in Brusthöhe oder auch im Tiefwasser ohne Bodenkontakt gemacht werden kann. Zusätzlich können auch noch Schwimmnudeln, Jogginggürtel, Hanteln oder Gewichte für Beine und Arme mit benutzt werden. Durch den Auftrieb im Wasser schont es die Gelenke, Sehnen und Wirbelsäule. Insbesondere für Menschen in der Verletzungs-/Rehabilitationsphase oder Übergewichtige ist es optimal, um wieder Ausdauer, Kraft und Allgemeinfitness zu erlangen und das Herz-Kreislauf-System anzukurbeln. Auch die Fettpölsterchen bleiben hier nicht unberührt. Lassen Sie sich von einem erfahrenen Trainer beraten oder starten Sie durch.

AQUACYCLING: SATTE 800 KCAL PRO STUNDE VERBRENNEN!

Beim Aquacycling geht es um nichts anderes als Radfahren im Wasser. Das Wasser reicht bis zur Hüfte und man tritt auf speziellen Ergometern in die Pedalen. Was in den Achtzigerjahren Trend war, ist heute wieder gefragt.

In den Kursen werden meist auch Übungen für Arme und Rumpf integriert, dadurch verwandelt sich das «einfache» Radfahren schnell in ein Ganzkörpertraining. Hierbei können bis zu 800 Kilokalorien pro Stunde verbrannt werden, was das Dreifache von vielen anderen Sportarten ist. Aufgrund des Wärmeausgleiches des Körpers unter Wasser werden das Immunsystem gestärkt und der Energiestoffwechsel angekurbelt. Zudem führen der Wasserdruck und der Wasserwiderstand dazu, dass Herz und Kreislauf mehr beansprucht werden, was sich auf Dauer positiv darauf auswirkt. Da die Muskelspannung unter Wasser geringer ist, können sogar Verspannungen gelöst werden. Da aber die Muskulatur dauerhaft gegen das Wasser arbeitet, wird diese gleichzeitig gestärkt. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit, einen Muskelkater zu bekommen, viel geringer, da bei den Bewegungen mehrere Muskelgruppen gleichzeitig angesprochen und somit keine überbelastet werden.

WATSU – ENTSPANNUNGSTHERAPIE IM WASSER

Bei Water-Shiatsu (japanisch für Fingerdruck), kurz «Watsu», handelt es sich um eine Massage- und Entspannungstherapie im Wasser, die in den Achtzigerjahren von Harold Dull erstmals eingesetzt wurde. Im Gegensatz zu den anderen Wassersportangeboten sind Sie hier passiv während der ganzen Behandlung. Mit anderen Worten: Sie müssen sich nicht bewegen, Sie werden bewegt.

Im Wasser (35°C warm) kann die Wirbelsäule viel besser bewegt werden als ausserhalb, wodurch die Energiebahnen des Körpers und die Organe stimuliert und physische und psychische Blockaden gelöst werden können. Ausserdem werden die Durchblutung und der Stoffwechsel angeregt und Muskeln entspannt, da bestimmte Punkte des Körpers wie bei der Akupressur durch Druck und Reibung stimuliert werden.

AQUAROBIC – TRAINING UND MASSAGE ZUGLEICH
Aqua Fitness Gruppe Sport im Wasser jung 123RF worldofwellness

Eine besondere und effektive Art, sich zu bewegen. Gymnastische Übungen werden frei oder mithilfe von Geräten oder anderen Utensilien in unterschiedlichen Wassertiefen ausgeführt. Dabei bestimmen Sie selbst, wie anstrengend es sein soll.

Beim sogenannten Flachwassertraining steht der Teilnehmer in 120 bis 130 Zentimetern Wassertiefe. Im Gegensatz dazu gibt es auch das Tiefwassertraining, bei dem der Teilnehmer keinen Bodenkontakt mehr hat und sich durch entsprechende Schwimmbewegungen an der Oberfläche halten muss. Dabei werden die Wasserverhältnisse zum Vorteil genutzt: Bei langsamer Ausführung der Übung entsteht weniger Widerstand und erfordert somit weniger Anstrengung, also ideal für Einsteiger. Sportler erhalten ihren gewünschten Trainingseffekt durch schnelles Ausführen und somit mehr Widerstand. Durch den Wasserdruck bleiben die Blutgefässe elastischer und die Haut erhält eine beständige Massage, was sich positiv auf das Bindegewebe auswirkt und hilft, Cellulitis zu bekämpfen. Begleitet wird das Ganze oft durch anspornende Musik. Auch hier ist das Verletzungsrisiko gering.

Praktisch alle guten Wellnessresorts bieten Aqua-Fitness an. Gönnen Sie sich eine Auszeit und buchen Sie ein verlängertes Weekend in einem Hotel Ihrer Wahl, das schnell und bequem (erdgebunden, mit dem Auto oder ÖV) zu erreichen ist.

Weitere Beiträge zu Wellness und Sport/ Fitness finden Sie hier:

Fit & Gesund in den Herbst und Winter!
So funktioniert Muskelwachstum auch im Alter
Share