Wer kennt sie nicht – die mühsamen Schlafkiller, die uns unserer wohlverdienten Nachtruhe berauben?
Schlafstörungen sind in der modernen Gesellschaft ein weit verbreitetes Phänomen. Doch woher kommen diese schlaflosen Nächte und was kann man dagegen unternehmen?

Schnarchen
Viele Männer leiden darunter, doch die wahren Leidtragenden sind vermutlich jeweils die PartnerInnen. Kaum im Schlaf versunken, lässt einen ein knatterndes Geräusch wieder aufschrecken. Flatternde Bewegungen des Gaumens, Zäpfchens und des Rachens lösen das altbekannte Schnarchen aus. Dadurch entsteht eine Verengung der Atemwege. Zusammen mit dem negativen Druck, der bei der Einatmung entsteht, funktioniert der Mundrachen wie ein dynamisches Ventil, was diese unangenehmen Geräusche auslöst. Als hilfreiches Mittel wird eine Meerwasserlösung kurz vor dem Schlafengehen vorgeschlagen. Damit wird die Nase ausgespült, was das Schnarchen vorbeugen sollte. Zusätzlich wird immer darauf verwiesen, gewisse Schlafpositionen wie bspw. die Rückenlage zu vermeiden. Auch auf Alkoholkonsum am Abend, sowie auf die Einnahme von Medikamenten sollte möglichst verzichtet werden.

Krämpfe
Nicht nur viele Jugendliche leider unter nächtlichen Krampfattacken. Auch in den anderen Altersklassen sind sie teils weit verbreitet. Hierbei handelt es sich um die Verkrampfung eines Muskels, ohne dass er sich gleich darauf wieder zu entspannen vermag. Dies kann mehrere Sekunden bis hin zu wenigen Minuten andauern. Auslöser sind meist Nährstoffdefizite wie bspw. Magnesium, Kalium, Calcium oder Vitamin B6. Vorbeugend sollte vor allem auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Fisch, Bananen und Nüssen etc. geachtet werden. Auch tägliche Bewegung sollte dem Phänomen entgegenwirken.

Hormone
Dass Frauen von Schlafstörungen häufiger betroffen sind als Männer, scheint kaum verwunderlich, wenn man die monatlichen hormonellen Schwankungen in Betracht zieht. Vor allem in der Anfangsphase des Menstruationszyklus reagiert Frau auf Stress empfindlicher. Dies wirkt sich sofort auf die Qualität des Schlafs aus. Frauen die mit Wechseljahr-Beschwerden zu kämpfen haben, gelten als besonders schlafgefährdet. Ihre Symptome wie bspw. die Hitzewallungen machen ihnen auch während des Schlafs zu schaffen. Abklärungen mit einer Gynäkologin zur Vorbeugung sind in diesem Fall empfehlenswert.

Stress
Die Gedanken kreisen, an Schlaf ist nicht zu denken. Dieses Phänomen ist vor allem in der heutigen leistungsorientierten Gesellschaft verbreitet. Stress und Druck führen zu einer Ausschüttung der Stresshormone. Dies zieht körperliche Reaktionen wie bspw. hoher Blutdruck, schneller Puls, verkrampfte Muskeln etc. nach sich. Dass sich dies auf die Schlafqualität auswirkt ist hinlänglich bekannt. Zu empfehlen sind daher individuelle Entspannungsübungen, um den Körper wieder in die optimale Balance zu bringen. Yoga- oder Meditationsübungen haben sich in den letzten Jahren stark bewährt, zudem kann bspw. mit einem Kinesiologen gearbeitet werden, um das Gefühl der dauerhaften Anspannung loszuwerden.

Schlafhygiene
Neben Stress und Druck bringt unser Lifestyle noch zusätzliche Faktoren mit sich, die sich negativ auf unsere Nachtruhe auswirken. Der abendliche TV-Konsum scheint bei vielen Pflichtprogramm zu sein. Doch die LED-Bildschirme und die allgemeine Beleuchtung irritieren den Körper und lassen das Gehirn nicht zur Ruhe kommen. Das gleiche gilt bei dem Gebrauch des Computers oder des Smartphones. Kurz vor dem Schlafengehen sollte also auf ihre Nutzung verzichtet werden. Nur so kann sich der Körper optimal auf das Schlafen vorbereiten und in einen Zustand der Ruhe gelangen.

Weitere Informationen unter: www.medicalpress.de

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