OHNE ZU DUSCHEN IN DIE SAUNA GEHEN
Stellen Sie sich vor, keiner Ihrer Sauna- Nachbarn hätte vorher geduscht. Eklig? Genau! Deshalb gilt: vor jedem Saunagang ab unter die Dusche, vor dem ersten auch mit Seife. Das ist nicht nur wegen der Hygiene wichtig, sondern auch, weil man so den Fettfilm und eventuelle Kosmetikrückstände von seiner Haut beseitigt, die sonst die Poren verstopfen würden.

NASS IN DIE SAUNA GEHEN
Zwar sollte man vor dem ersten Saunagang und nach jedem Saunagang duschen. Aber man sollte sich immer gut abtrocknen, bevor man die Sauna betritt, weil trockene Haut besser schwitzt. Und diesen Effekt will man beim Saunieren schliesslich erreichen.

KEIN HANDTUCH UNTERLEGEN
Fast genauso eklig: auf der Saunabank ohne oder mit einem viel zu kleinen Handtuch sitzen. Vor allem, wer auf den oberen Bänken Platz nimmt, sollte darauf achten, dass kein Schweiss nach unten tropft.

ZU VIEL ANHABEN
In die Sauna geht man nackt. Zumindest gilt diese Regel hier und in einigen anderen Ländern, etwa im Sauna-Stammland Finnland. Es hat angeblich auch gute Gründe, warum man möglichst unbekleidet schwitzen sollte: Die Verdunstung und damit die Kühlung des Körpers würden durch zu viel Stoff am Körper behindert, heisst es. Zudem meinen einige, durch den angestauten Schweiss in den Textilien, etwa einer Badehose oder einem Bikini, könnten sich Keime und Bakterien ansammeln – gesicherte Erkenntnisse gibt es darüber indes nicht. Wer sich ungern den Blicken anderer aussetzt, dem sei geraten, sich einfach ein Handtuch um bestimmte Stellen zu wickeln. Dann aber nicht vergessen, ein weiteres Handtuch unterzulegen!

GLOTZEN
Der Horror für manche Frau: in der Sauna ungeniert angestarrt zu werden. Leider gibt es immer wieder solche Saunagänger, die nur darauf aus sind, nackte Haut zu erspähen. Aber, liebe Spanner, euch sei gesagt: Die Sauna ist nicht zum Glotzen, sondern zum Entspannen da!

FUMMELN
Genauso ein No-Go in der Sauna: Fummeln – ob an Fremden oder am eigenen Partner. Wer dafür unbedingt die Hitze einer Sauna braucht, sollte sich eine eigene für Zuhause anschaffen oder allenfalls in den Sauna-Club gehen.

SCHMUCK TRAGEN
Halsketten, Ringe, Armreife: Schmuck aus Metall heizt sich in der Sauna stark auf und kann sich auf der Haut unangenehm heiss anfühlen oder – je nach Temperatur und Nähe zum Ofen – sogar zu Verbrennungen führen. Eine Ausnahme bildet Schmuck, der vollen Hautkontakt hat wie etwa der festsitzende Ehering. Dieser gibt seine Wärme direkt an die Haut ab. Vorsicht auch bei Haarspangen oder Haargummis mit Metalleinsatz: Stark aufgeheizt können sie die Haare schädigen.

ZU HEISS SAUNIEREN
Vor allem als Anfänger sollte man nicht gleich in die 100 Grad heisse Sauna gehen. Am besten beginnt man mit einer milderen Variante wie etwa der Bio-Sauna, die meist zwischen 50 und 60 Grad warm ist. Ist nur eine klassische Sauna vorhanden, nimmt man anfangs am besten auf einer der unteren Bänke Platz, denn hier ist es kühler als oben. Dann kann man sich langsam «hocharbeiten».

ZU LANGE IN DER SAUNA BLEIBEN
Ebenfalls ein typischer Anfängerfehler: zu lange in der Sauna ausharren. Ein Saunabad dauert normalerweise zwischen 8 und 12 Minuten und auf keinen Fall länger als 15 Minuten, wobei meist nur erprobte Saunagänger die Maximaldauer erreichen. In der milderen Bio-Sauna kann man dagegen wesentlich länger saunieren – aber immer nur so lange, wie man sich noch gut fühlt.

ZU SCHNELL AUFSTEHEN
Wer die Sauna wieder verlassen will, sollte nicht abrupt aufstehen, weil dies zu Kreislaufproblemen führen könnte. Am besten ist, man begibt sich vor dem Ende aus der liegenden für einige Minuten in die sitzende Position und steht dann langsam auf.

DEM OFEN ZU NAHE KOMMEN
Der Ofen und die meist vorhandenen Steine darin sind extrem aufgeheizt, weshalb es beim Aufguss auch immer so schön zischt! Man sollte den Ofen also keinesfalls versehentlich berühren, etwa beim Rein- oder Rausgehen, oder gar hineinfassen.

UNTERHALTUNG
In der Sauna will man sich entspannen. Deshalb sollte man es – zumindest wenn noch andere Gäste da sind – vermeiden, sich lautstark zu unterhalten. Auch unnötig und für manchen sogar eklig: sich geräuschvoll den Schweiss abwischen.

WÄHREND DES AUFGUSSES DIE TÜR ÖFFNEN
Betreten oder verlassen Sie die Sauna nie, wenn gerade ein Aufguss erfolgt. Der Aufguss ist der Höhepunkt für jeden Saunabesucher, und durch das Öffnen der Tür würden der Dampf und die ätherischen Öle aus den Aufguss-Zusätzen sofort wieder verfliegen.

MIT VOLLEM MAGEN IN DIE SAUNA GEHEN
Das ist keine gute Idee, da der Körper dann zu sehr mit dem Verdauen beschäftigt ist. Alles zusammen kann den Kreislauf belasten. Genauso sollte man nicht mit komplett leerem Magen in die Sauna gehen.

NICHT ABKÜHLEN
Eine gesundheitsfördernde Wirkung erzielt man beim Saunieren nur, wenn man sich nach jedem Saunagang abkühlt. Am besten geht man, falls möglich, zunächst für ein bis zwei Minuten an die frische Luft, um die Atemwege zu kühlen und Sauerstoff zu tanken. Danach gehts ab unter die kalte Dusche oder ins Tauchbecken – auch wenn es etwas Überwindung kostet!

ZWISCHEN DEN GÄNGEN NICHT AUSRUHEN
Genauso wichtig wie das Abkühlen ist das Ausruhen. Nach der kalten Dusche sollte man sich in einen trockenen Bademantel wickeln und an einem ruhigen Ort, etwa dem Ruheraum eines Spa-Bereichs, hinlegen.

ZU WENIG ZEIT EINPLANEN
Manch einer macht den Fehler, sich zu wenig Zeit zu nehmen und drei Saunagänge in eine Stunde zu quetschen. Das ist definitiv zu wenig, weil dann zwangsläufig die Ruhephasen dazwischen zu kurz kommen. Mindestens zwei Stunden sollte man für drei Saunagänge einplanen, besser noch mehr.

KRANK IN DIE SAUNA GEHEN
Wer stark erkältet ist oder gar Fieber hat, sollte definitiv nicht in die Sauna gehen. Nicht nur läuft man Gefahr, andere Saunagäste anzustecken – man schadet damit auch seinem eigenen Körper, denn die Hitze schwächt das Immunsystem im Kampf gegen die Krankheitserreger. Wenn Sie merken, dass sich eine Erkältung ankündigt, sollten Sie auch nicht mehr in die Sauna gehen, weil dadurch die Krankheit erst richtig ausgelöst werden kann.

ALKOHOL TRINKEN
Vor dem Saunieren und natürlich auch währenddessen sollte man auf alkoholische Getränke gänzlich verzichten. Denn Alkohol führt dazu, dass sich die Blutgefässe erweitern und der Blutdruck abfällt. Der Körper ist durch den Abbau des Alkohols belastet, und es könnte zu Kreislaufproblemen kommen. Zudem entzieht Alkohol dem Körper Wasser, eine zusätzliche Belastung während des Schwitzbades. Am besten ist, man trinkt beim Saunieren viel Wasser, Schorlen oder Tees, idealerweise erst nach Beendigung des letzten Saunaganges.

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