Ein­mal mehr prä­sen­tiert das Grand Resort Bad Ragaz und die Tami­na Ther­me eine revo­lu­tio­nä­re Neu­heit! In Zusam­men­ar­beit mit Harald Kitz wur­de mit dem Bau des neu­en Behandlungs­raums «haki® – Kunst der Berüh­rung» eine neue Dimen­si­on von Behand­lungs­ri­tua­len geschaf­fen. «Das aus­ge­klü­gel­te Zusam­men­spiel von Infra­struktur, Atmo­sphä­re und Behand­lung befreit den Men­schen von phy­si­schem und emotio­nalem Druck», so die ers­ten Erklä­run­gen des geis­ti­gen Vaters die­ser welt­weit erfolg­rei­chen Metho­de, Harald Kitz.

«WOW!»: Herr Kitz, ich muss schon sagen, Ihre 90-minü­ti­ge Behand­lung hat mich begeis­tert! Sie war so gut, dass ich mir gar nicht sicher bin, ob es zur­zeit über­haupt etwas Bes­se­res gibt. Kön­nen Ihre «Stu­den­tin­nen», wie Sie Ihre The­ra­peu­tin­nen lie­be­voll nen­nen, die glei­che Behand­lungs­kom­pe­tenz und das­sel­be Ein­füh­lungs­ver­mö­gen, wie Sie es aus­strah­len, erreichen?

Harald Kitz:: Ein abso­lu­tes JA. Nicht nur die «haki®»-Studentinnen, son­dern auch das gan­ze Unter­neh­men wur­de dar­auf ein­ge­stimmt, bewusst mit die­ser neu­en Mate­rie umzu­ge­hen. Das macht doch den Unter­schied aus, wenn wir es schaf­fen, die Hard­ware (Raum) mit der Soft­ware (Mensch) zu ver­ei­nen. Alles, was in mei­nem Kopf an Gestal­tung pas­siert, wur­de in die Kon­zep­ti­on des Rau­mes inte­griert. Durch das stän­di­ge und acht­sa­me Umset­zen von dem Gelern­ten darf der Raum jeden Tag beseelt wer­den, denn ansons­ten ist es eine schö­ne, aber lee­re Hülle.

Ber­gen die­se sanf­ten Berüh­run­gen nicht auch gewis­se Gefah­ren? Dann näm­lich, wenn beim Gast/Kunden auf ein­mal und unver­hofft Emo­tio­nen aus­bre­chen? Die­se kön­nen erwie­se­ner­mas­sen durch sol­che Tre­at­ments aus­ge­löst wer­den. Wie reagie­ren Ihre The­ra­peu­tin­nen und The­ra­peu­ten in sol­chen Aus­nah­me­si­tua­tio­nen? Sind sie über­haupt dafür ausgebildet?

Ein Leben ohne Emo­tio­nen ist doch der Tod. Es ist wie in der Musik. Wir brau­chen die Unter­schie­de für eine Leben­dig­keit. Wenn wir im Kon­zert­saal sit­zen, kul­lert manch­mal auch eine Trä­ne und/oder wir erfreu­en uns wie klei­ne Kin­der. Noch nie zuvor war die Sehn­sucht nach einer acht­sa­men Berüh­rung so gross wie heu­te. Die unter­schied­li­chen Wahr­neh­mun­gen im «haki®-Raum – Kunst der Berüh­rung» sind dafür aus­ge­rich­tet. Die «haki®»-Therapeutinnen sind dafür geschult wor­den, dass wir mit den Emo­tio­nen wür­dig umge­hen. Es ist ein wich­ti­ger Teil unse­rer Arbeit, im gesund­heits­vor­sor­gen­den Bereich den Men­schen zu begleiten.

Auf­ge­fal­len ist mir auch, mit wel­cher Akri­bie die­ser Raum gestal­tet wur­de. Was hat Sie dazu inspi­riert, die längs­te «Regen­stras­se», die je gebaut wur­de, in Ihre Über­le­gun­gen miteinzubeziehen?

Seit cir­ca 15 Jah­ren beob­ach­te ich welt­weit spe­zi­ell in den Hotels, wo die Bedürf­nis­se der Men­schen von heu­te sind. Es ist mei­ne Ver­pflich­tung, wenn ich neue Sin­nes­räu­me kom­po­nie­re, auf die Geo­man­tie und Geschich­te des Ortes ein­zu­ge­hen. Was­ser spielt beson­ders in Bad Ragaz eine zen­tra­le Rol­le. Was­ser umman­telt uns und kann mit bestimm­tem Wis­sen dabei hel­fen, Druck abzu­lei­ten. Als Rei­ni­gungs­ri­tu­al ist das für mich im Spa eine abso­lut wert­vol­le Unter­stüt­zung und wur­de in die­sem Raum meis­ter­lich umgesetzt.

Sie haben mir gesagt, Sie sei­en ein von Musik gepräg­ter Mensch. Wie kamen Sie in Ihrer Jugend zur Musik und was bedeu­tet die­se heu­te für Sie?

Mei­ne Eltern und Gross­el­tern kom­men vom Berg­bau­ern­hof. Dort wur­de sehr schwer und kör­per­lich hart gear­bei­tet. Um die­se Belas­tun­gen abzu­bau­en, wur­de immer wie­der gesun­gen und musi­ziert. Das ergab Zusam­men­halt, Erleich­te­rung und Freu­de. Mei­ne Brü­der und ich sind mit den unter­schied­lichs­ten Instru­men­ten gross gewor­den. 30 Jah­re spä­ter darf ich die­ses musi­sche Wis­sen und die emo­tio­na­len Bedeu­tun­gen auch in mei­ne Arbeit ein­flies­sen las­sen. Ich sehe Men­schen wie Musik­in­stru­men­te. Klang­kör­per Mensch, Klang­kör­per Raum, bei­des har­mo­nisch zum Erklin­gen brin­gen, wäre doch der gröss­te Erfolg in unse­rem Beruf.

Sie bezeich­nen die neu ent­wi­ckel­ten Ritua­le auch als «mul­ti­sen­sua­le» Behand­lun­gen. Wer­den nicht zu vie­le Sin­ne gleich­zei­tig aktiviert?

Stel­len Sie sich eine Par­ti­tur bezie­hungs­wei­se Kom­po­si­ti­on vor. Für einen Lai­en sind das nur schwar­ze Punk­te und ein Wirr­warr. Wenn man sich aber jah­re­lang damit beschäf­tigt und weiss, wie man sei­ne Musi­ker diri­giert, darf etwas wun­der­ba­res Ein­zig­ar­ti­ges mit allen Facet­ten und Klän­gen ent­ste­hen, ohne irgend­je­man­den damit zu über­for­dern oder auch zu unterfordern.

Sie ver­su­chen, den Gast durch Druck, Schwin­gun­gen, Rhyth­mus und Deh­nung in einen Zustand völ­li­gen Los­las­sens zu ver­set­zen. Gibt es Leu­te, die selbst dann nicht «los­las­sen» kön­nen? Wie reagie­ren Sie darauf?

Wir sind dar­auf trai­niert, dass wir unse­re Gedan­ken, Wor­te und Wer­ke ver­ei­nen und den Men­schen auf deren Bedürf­nis­se ein­stim­men. Dann wird das Best­mög­li­che auch umge­setzt. Die Viel­falt die­ser Sin­nes­wel­ten im Raum «haki® — Kunst der Berüh­rung» unter­stützt die unter­schied­li­chen Ritua­le ganz besonders.

Wann haben Sie zum ers­ten Mal wahr­ge­nom­men, dass Sie zu etwas ande­rem, Höhe­rem beru­fen sind? Wann haben Sie gewusst, dass Sie sich mit dem Kon­zept erfolg­reich selbst­stän­dig machen möchten? 

Ich den­ke dar­über eigent­lich nicht nach. Es geht alles Hand in Hand. Ich beob­ach­te und tref­fe Ent­schei­dun­gen. Ich habe das Glück, dass ich in mei­ner vol­len Kraft ste­he, dass mein Team mir den Frei­raum gibt, dass ich mit Unter­neh­men zusam­men­tref­fe, die wis­sen, was sie nicht mehr wol­len; dann kann ich ihnen dabei hel­fen, ihre Stär­ken wie­der­zu­fin­den und mass­ge­schnei­der­te Pro­gram­me in mei­ner Art und Wei­se zu kom­po­nie­ren. Mei­ne Phi­lo­so­phie beruht dar­auf, dass die Mit­ar­bei­ter und Gäs­te im Ein­klang ste­hen, dass alle davon mit­tel- und lang­fris­tig pro­fi­tie­ren und nach­hal­ti­ge Erleb­nis­se schaf­fen kön­nen. Spe­zi­ell mei­nen Stu­den­ten ver­su­che ich bei­zu­brin­gen, dass sie ihr Hand­werk so ver­in­ner­li­chen, dass sie neben dem Tun auch rege­ne­rie­ren kön­nen. Es braucht dabei viel Trai­ning in den Berei­chen von emo­tio­na­ler Intelligenz.

Erhal­ten Sie von Ihren Kun­den eigent­lich Reso­nanz, wie die Behand­lun­gen ange­schla­gen haben?

Es ist Bestand­teil der Metho­de, dass wir in rhyth­mi­schen Abstän­den nach­fra­gen, wie es zu Hau­se in der Umset­zung geht, bei dem, was sie sich nach der Behand­lung vor­ge­nom­men haben. Bei allen «haki®»- Tre­at­ments bekommt der Gast drei Schrit­te für eine geleb­te Nach­hal­tig­keit mit nach Hau­se. Bei­de haben eine Ver­ant­wor­tung, wie es mit­tel­fris­tig wei­ter­ge­hen darf. Der, der gibt und natür­lich auch der, der bekommt.

Wer sind in der Regel Ihre Kun­den und woher kom­men sie?

«haki®» wur­de ent­wi­ckelt für den kopf­las­ti­gen Men­schen von heu­te. Die Kun­den logie­ren einer­seits im Resort oder rei­sen aus der Umge­bung eigens an. Die­se ver­bin­den in der Regel eine «haki®»-Anwendung mit einem Tages­auf­ent­halt in der wun­der­schö­nen Tami­na Therme.

Sind wir Schwei­zer eigent­lich alle kopflastig?

Die Fra­ge wäre doch: Was kön­nen wir in unter­schied­li­chen Lebens­si­tua­tio­nen tun, bevor wir unter die «Räder» kom­men? Erst kürz­lich habe ich einen Bericht im Schwei­zer Fern­se­hen gese­hen, dass der­zeit ein rich­ti­ger Boom auf Jodel­kur­se herrscht. Das freut mich sehr, dass Tra­di­ti­on dabei hilft, Druck abzubauen.

In wel­chen euro­päi­schen Häu­sern bie­ten Sie die «haki®»-Methoden an? Wel­che Expan­si­ons­zie­le ver­fol­gen Sie?

Wir sind der­zeit in Öster­reich, Ita­li­en, Deutsch­land und in der schö­nen Schweiz mit der «haki®»-Philosophie ver­tre­ten. Beson­ders her­vor­he­ben möch­te ich die Zusam­men­ar­beit mit dem Grand Resort Bad Ragaz und der Tami­na Ther­me. Durch ein gros­ses finan­zi­el­le Enga­ge­ment wur­de kürz­lich exklu­siv der welt­weit ers­te und mass­ge­schnei­der­te Raum «haki® – Kunst der Berüh­rung» realisiert.

Wo genau in Kärn­ten sind Sie auf­ge­wach­sen und wie haben Sie Ihre Jugend verbracht?

Ich kom­me aus Brückl. Mei­ne Ur-DNA stammt aus dem son­nen­reichs­ten Ort Öster­reichs mit dem Namen Diex. Ein wun­der­schö­nes Hoch­pla­teau auf cir­ca 1000 Meter See­hö­he. Mei­ne Jugend habe ich mit mei­nen Brü­dern musi­zie­rend ver­bracht, und ansons­ten haben wir immer wie­der auf dem Bau­ern­hof mit­ge­hol­fen. Es hat mich geprägt und gestärkt, egal in wel­chen Luxus­ho­tels ich sein darf, am Ende zäh­len der Mensch und eine ehr­li­che Begegnung.

Wei­te­re Informationen:
Grand Resort Bad Ragaz
www.resortragaz.ch
Tami­na Ther­me Bad Ragaz
www.taminatherme.ch/haki

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