Zu Hau­se macht Well­ness am meis­ten Spass

Als Pro­fi­sport­ler weiss Patrick Fischer um die Wich­tig­keit der Rege­ne­ra­ti­on nach dem Sport. Im Gespräch erzählt er, was für ihn Erfolg ist, wie­so Ritua­le für ihn eine gros­se Rol­le spie­len und war­um für Wohl­be­fin­den und Gesund­heit die Arbeit mit Kör­per und Geist wich­tig ist. — Anaïs Walde

Von Ritua­len und Regeneration

Sie bie­tet wohl­tu­en­de Erho­lung vom All­tag, kann aber auch das Immun­sys­tem stär­ken. Wer regel­mäs­sig in die Sau­na geht, unter­stützt den Kör­per dabei, gesün­der durch die Erkäl­tungs­zeit zu kom­men. Für Sport­ler kann sich das regel­mäs­si­ge Sau­nie­ren sogar posi­tiv auf die Leis­tungs­fä­hig­keit auswirken.

Patrick Fischer, Coach der Schwei­zer Eis­ho­ckey-Natio­nal­mann­schaft, hat regel­mäs­si­ge Sau­na­gän­ge eben­falls für sich ent­deckt und sogar ein eige­nes Modell von Küng zu Hau­se. Der Mar­ken­bot­schaf­ter der Küng Well­ness AG erklärt in ihrem Blog, was ihn am Sau­nie­ren am meis­ten Spass macht, wel­che Vor­tei­le die­se für die Gesund­heit und die kör­per­li­che Fit­ness brin­gen und wel­che Ritua­le ihn durch sei­nen All­tag begleiten.

Die Macht der Rituale 

Im Jahr 2009 ende­te für Patrick Fischer die Zeit als Pro­fi­spie­ler. Anschlies­send stat­te­te er den Ship­i­bo-India­nern in Peru einen Besuch ab. Grund war sei­ne gros­se Neu­gier­de, die ihn bis in den Ama­zo­nas geführt hat, um dort die natur­be­zo­ge­ne und warm­her­zi­ge Kul­tur des Stam­mes ken­nen­zu­ler­nen. Viel gelernt hat er dort zu den Ritua­len der Indi­os. Die­se die­nen dem Ziel der Selbst­fin­dung und ermög­li­chen es, in ein­ge­fah­re­ne Lebens­mus­ter und Situa­tio­nen ein­zu­tau­chen, um die­se zu ver­än­dern bezie­hungs­wei­se los­zu­las­sen. Die Ritua­le sind ide­al, wenn man einen Neu­an­fang wagen und alte Ansich­ten hin­ter sich las­sen will.

Patrick Fischer hat sei­nen ganz eige­nen Ablauf und sei­ne eige­nen Ritua­le bei sich zu Hau­se eta­bliert. Und so sieht ein idea­ler Tag bei ihm aus: Nach dem Auf­ste­hen rich­tet er sei­nen Kör­per und Geist posi­tiv aus, indem er ein Son­nen­gruss-Ritu­al der alten Veden absol­viert. Im Anschluss bedankt er sich für alles und ist bereit für den Tag. Abends steht dann alles auf Ent­span­nung. Drei bis vier Sau­na­gän­ge hel­fen ihm, den All­tag hin­ter sich zu las­sen und kom­plett abzu­schal­ten. Wenn wenig Zeit für aus­gie­bi­ge Sau­na­gän­ge übrig­bleibt, schlies­sen ein paar Yoga­übun­gen den Tag ab.

«WoW»: Patrick, wie lässt sich eine gesun­de Balan­ce zwi­schen Leis­tung und Rück­zug fin­den?
Patrick Fischer: Ich bin der Mei­nung, dass muss jeder für sich sel­ber her­aus­fin­den. Für mich ist es der Eis­ho­ckey-Sport, der mir Freu­de macht und mir extrem viel Ener­gie gibt. Für ande­re ist es viel­leicht ein ande­rer Job, ein Hob­by oder auch die Fami­lie, die für einen erfüll­ten All­tag und die nöti­ge Erho­lung sor­gen. Als Trai­ner der Schwei­zer Eis­ho­ckey-Natio­nal­mann­schaft bin ich in der gan­zen Welt unter­wegs. Trotz aller beruf­li­chen Akti­vi­tä­ten lege ich viel Wert dar­auf, Zeit mit der Fami­lie zu ver­brin­gen. Um hier die nöti­ge Balan­ce zu fin­den, tan­ke ich regel­mäs­sig neue Ener­gie im Wald oder in der Sau­na auf und genies­se die gemein­sa­me Fami­li­en­zeit im eige­nen Haus und Garten.

Wird die sport­li­che Leis­tung durch das Sau­nie­ren ver­bes­sert?
Je trai­nier­ter und leis­tungs­fä­hi­ger ein Sport­ler ist, des­to schnel­ler rege­ne­riert sich sein Kör­per nach anstren­gen­den Trai­nings­ein­hei­ten. Zusätz­lich beschleu­ni­gen lässt sich die Rege­ne­ra­ti­on durch den Gang in die Sau­na. Zudem ent­steht hier ein leich­ter Belas­tungs­ef­fekt durch das Schwit­zen und Abküh­len, der sich in sei­ner Inten­si­tät mit einem leich­ten Aus­dau­er­trai­ning ver­glei­chen lässt. Ganz ohne die Belas­tung der Mus­ku­la­tur wird dabei das Herz-Kreis­lauf-Sys­tem trai­niert, was lang­fris­tig auch zu einer gestei­ger­ten Fit­ness bei­tra­gen kann. Durch das Sau­nie­ren allein wird man jedoch nicht sport­li­cher, es gehört ein abwechs­lungs­rei­ches und regel­mäs­si­ges Trai­ning dazu.

Wor­auf beruht der rege­ne­rie­ren­de Effekt der Sau­na nach dem Sport?
In der Sau­na wird die Kör­per­kern­tem­pe­ra­tur um bis zu zwei Grad Cel­si­us erhöht. Damit wird im Kör­per ein leich­tes Fie­ber simu­liert. Die Blut­ge­fäs­se wei­ten sich, der Blut­druck sinkt und die Herz­fre­quenz steigt. Beim Abküh­len ver­en­gen sich die Blut­ge­fäs­se wie­der. Durch den Wech­sel von Schwit­zen und Abküh­lung wird das Herz-Kreis­lauf-Sys­tem effek­tiv trai­niert. Stoff­wech­sel­pro­duk­te, die beim Trai­ning ent­ste­hen (z. B. Lak­tat) wer­den dabei zügig abge­baut. So kön­nen Sport­ler Mus­kel­ka­ter ver­hin­dern oder sogar Zer­run­gen sowie Mus­kel­ver­span­nun­gen abmil­dern. Wer also regel­mäs­sig trai­niert und eben­so oft in die Sau­na geht, tut sei­nem Kör­per viel Gutes und beugt zusätz­lich noch Herz-Kreis­lauf- und Erkäl­tungs­krank­hei­ten vor. Wich­tig ist, dass nicht direkt vor einem Wett­kampf sau­niert wird, son­dern eher an Tagen mit einem locke­ren Trai­nings­pro­gramm sowie an den Rege­ne­ra­ti­ons­ta­gen zwi­schen den Trainingseinheiten.

Reicht die Sau­na zur Rege­ne­ra­ti­on aus?
Aus­rei­chend lan­ge Rege­ne­ra­ti­ons­pha­sen zwi­schen dem Trai­ning sind wich­tig und kön­nen durch Sau­nie­ren bes­ten­falls unter­stützt wer­den. Kom­plett erset­zen kann die Sau­na die Rege­ne­ra­ti­on der Mus­ku­la­tur aber nicht. Damit sich der Kör­per opti­mal von den Anstren­gun­gen des Sport­trai­nings erho­len kann, ist der Sau­na­gang direkt danach zu emp­feh­len. Da der Kör­per beim Trai­ning schon Flüs­sig­keit ver­lo­ren hat und in der Sau­na dann auch noch zusätz­lich ins Schwit­zen kommt, ist auf eine hohe Zufuhr an Was­ser zu ach­ten. Alter­na­tiv eig­nen sich iso­to­ni­sche Geträn­ke, die den Mine­ra­li­en­haus­halt schnell wie­der ins Gleich­ge­wicht bringen.

Mei­ne liebs­te Well­ness-Erfah­rung
Zu Hau­se macht Well­ness am meis­ten Spass! Anschlies­send geht es noch in den Natur­pool im Gar­ten. Man kann die See­le opti­mal bau­meln las­sen und der Geist kann sich erho­len. Zudem hilft das Schwit­zen dem Kör­per, sich schnel­ler zu rege­ne­rie­ren. Ein nicht zu heis­ser Sau­na­gang in mei­ner Bio-Sau­na ist ide­al dafür.

Head Coach der Schwei­zer Nationalmannschaft

Patrick Fischer ist ein ehe­ma­li­ger Eis­ho­ckey-Pro­fi und seit Dezem­ber 2015 Chef­trai­ner der Schwei­zer Eis­ho­ckey-Natio­nal­mann­schaft. Unter sei­ner Lei­tung gewann die Natio­nal­mann­schaft an der Welt­meis­ter­schaft 2018 in Kopen­ha­gen zum zwei­ten Mal innert fünf Jah­ren Sil­ber. Der zwei­fa­che Vater wohnt mit sei­ner Frau Mädy und sei­ner Toch­ter Ocea­nia im Kan­ton Luzern. Sein Sohn Kimi lebt mit sei­ner Ex-Frau im Tes­sin, wo Patrick Fischer einen Gross­teil sei­ner Pro­fi-Kar­rie­re ver­brach­te. Alle Fami­li­en­mit­glie­der sind begeis­ter­te Wellness-Geniesser.

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